Als der Krieg kam, hatte ich mit Hitler nichts mehr zu tun: by Gabriele Rosenthal (auth.), Gabriele Rosenthal (eds.)

March 9, 2017 | German 10 | By admin | 0 Comments

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Dagegen ist sie bemiiht, von sich das Bild der unpolitischen Hausfrau und Mutter zu zeichnen. Es ist diese Perspektive, die die Auswahl und den Darstellungsmodus der erziihlten Geschichten steuert. Frau Schild entpolitisiert damit ihre Vergangenheit: Sie war keine aktive Nationalsozialistin und fiihlt sich nicht in den Nationalsozialismus verstrickt. Der Krieg ist nicht die Folge nationalsozialistischer Politik, sondem bricht wie ein Naturereignis in ihren Alltag ein. Sie gehOrt dem groBen Kollektiv der duldenden MitliiuferInnen an.

An die Umstiinde, unter denen sie dort lebten, erinnert sieh Frau Schild mit Abscheu: "wir wohnten in einem ganz entsetzlichen Haus es war so das Unterste eigentlich so sozial nich so also schrecklich voller Ratten, Mtiusen, Uiusen und all so was, schreckliche Sprache spricht man da auch das is halb berlinerisch und halb sachsisch also es is fiirchterlich" (9/23) Man gewinnt den Eindruck, dafi die Orientierung an iiufierlicher Normalitiit das Korsett war, mit dem es Erika Schild gelang, die Bedrohung und den Schrecken des Krieges im Alltag zu bewiiltigen.

Das Ungewohnliche an Frau Schilds Rekonstruktion ihrer Lebensgeschichte ist die Durchgangigkeit, mit der sie diese Strategie einsetzt, eine Moglichkeit, die sich wegen des Geschlechtsrollenverstiindnisses eher Frauen als Mannem anbietet. Frau Schild macht sich selbst die Stereotypen der unwissenden, naiven Frau ohne gesellschaftspolitischen Horizont zu eigen - eine "Beschranktheit", die ein Mann wohl kaum zu seiner Entlastung anfiihren wiirde. Diese sozial anerkannte "Beschriinktheit" auf Kinder und Herd ist fur sie ein "Schild", das sie von der Reflexion ihrer Vergangenheit entIastet und sie vor der Forderung nach Legitimation und bohrenden Fragen nach der eigenen politischen Haftung schiitzt.

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