Ambivalenz: Studien zum kulturtheoretischen und empirischen by Heinz Otto Luthe, Rainer Wiedenmann

March 9, 2017 | German 10 | By admin | 0 Comments

By Heinz Otto Luthe, Rainer Wiedenmann

Die Beitrage des vorliegenden Sammelbandes gehen auf Vortrage im Rahmen einer Arbeitstagung zum Thema "Ambivalenz und Kultur" zuruck, die vom 23. bis 25. Oktober 1996 an der Katholischen Universitat Eichstatt stattfand. Fur ihre Unterstutzung bei der TextersteIlung danken wir Herrn Arne Bladt, Frau Julia Ellis, Herrn Wolfgang Schafer M. A. und Frau Dipl. -Soz. Kirsten Toepffer-Wenzel. Unser besonderer Dank gebuhrt Frau Ursula Niefuecker fUr ihre engagierte Mithilfe bei der Tagungsorganisation und der Anfertigung der Druckvorlage. Nicht zuletzt danken wir der Otto-von-Freising-Stiftung, die unser Projekt finanziell unterstutzt hat. Die Herausgeber Einleitung Heinz Otto Luthe und Rainer E. Wiedenmann "Gegen Ende dieses Jahrhunderts ist die Ambivalenz der Modeme nicht nur ein Thema der Soziologie, sondern zumindest in den westlichen Industriegesell schaften die Erfahrungsgrundlage einer allgemeinen Krisenstimmung . . .," I heisst es in einem kurzlich erschienenen Sammelband mit dem Titel "Modernitat und Barbarei." In den letzten Jahren verbinden sich soziologische Gegenwarts diagnosen, die sich des Ambivalenzbegriffs bedienen, um diese "Krisenstim mung" einzufangen, vor allem mit dem Stichwort der "reflexiven Modernisie rung" und den Thesen von Zygmunt Bauman. Unabhangig davon, ob eine "spa te Modeme" sich nun durch reflexive Selbstmodernisierung vollenden soll,2 oder ob es um ein "asthetisches Paradigma der Moderne"3 geht, das die Rele vanz von Ambivalenzen und Kontingenzen fiir die Entwicklungsbedingungen und immanenten Grenzen der "reflexiven Modernisierung" aufWeisen will- unubersehbar ist allemal eine kaum verhullte Ratlosigkeit angesichts eines Modernitatsbegriffs, der zusehens den Aufforderungscharakter einer allumfas senden Zeitdiagnose anzunehmen scheint

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Die Ergebnisse dieser empirischen Untersuchung verweisen auf eine Vielfalt gelebter Formen des Alleinerziehens. Darüber hinaus wird deutlich, dass auch die Lebensumstände Alleinerziehender keineswegs einheitlich sind und schon gar nicht durchweg als problematisch bezeichnet werden können. Vielmehr identifiziert die Studie eine zahlenmäßig relativ große Gruppe von Einelternfamilien, die sich als "Alleinerziehende mit einem hohen Maß an Zufriedenheit" beschreiben lassen.

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G. Frege 1994: 42ff. W. Quine 1975: 44. Die Flucht aus der Kategorie 43 viele miteinander unvereinbare Übersetzungssysteme gibt, die alle gleich gut mit einer Reizvorlage übereinstimmen, gleichgültig in welcher Form die Daten gegeben sind. Das ist eine starke Behauptung insofern, als unterstellt wird, daß zwei Systeme dann unvereinbar sind, wenn eines erklärt: s bedeute p und ein anderes: s bedeute q, und p und q sich tatsächlich widersprechen. Das heißt, es geht Quine um wesentliche Unbestimmtheit oder ein prinzipielles Nichtwissenkönnen.

Im griechischen Text werden die Kategorien wirklich durch Fragewörter markiert. Die Kategorie des Zwecks wird in die Frage nach dem 'worumwillen' gekleidet; hinsichtlich des Raumes steht das Wörtchen 'wo'; und die Zeitkategorie wird über die 'wann'-Frage erläutert. Kurz, Kategorien sind Abkömmlinge bestimmter Formen zu fragen; man muß sie daher als fragende Hinsichtnahmen begreifen. Sie folgen der Sprache, die die Welt über ihre Strukturen erschließt, ohne daß der eigentümliche Anteil, den die sprachliche Form, in diesem Fall das Fragen, am Aufbau der gegenständlichen Welt hat, eigens reflektiert würde.

M. Nedelmann, Birgitta, 1984: Georg Simmel als Klassiker soziologischer Prozeßanalysen. S. ): Georg Simmel und Die Moderne. M. Otscheret, Elisabeth, 1988: Ambivalenz. Geschichte und Interpretation der menschlichen Zwiespältigkeit. Heidelberg. , 1964: Human Migration and the Marginal Man. S. : Race and Culture. New York und London. Parsons, Talcott, 1964 (1951): The Social System. New York. Perez-Dias, Victor, 1988: Unsicherheit der Gewerkschaften und Ambivalenz der Arbeiterschaft, Journal rur Sozialforschung 28: 417-439.

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